Unsere Meinung zur B474n

 

Uns geht es um den Erhalt der Rieselfelder und die Verhinderung von B474n und NewPark.

Dafür stehen wir seit Gründung der Grünen in Waltrop. Wir stehen für nachhaltige Ansiedlungspolitik. 

 

Beate Stach (Sprecherin der Grünen Waltrop) : „ Es ist fünf nach zwölf für Umwelt- und Klimaschutz.“

 

 

Für Grüne in Waltrop und im Kreis sind folgende Themen zur B474n sehr wichtig und nicht verhandelbar: 

 

  1. Sie löst keines der Verkehrsprobleme in den Städten Datteln und Waltrop. Schon in den 1990er Jahren war klar, dass der Verkehr auf der Leveringäuserstraße in Waltrop und der B235 in Datteln überwiegend Ziel- und Quellverkehr ist. Die B474n dient einzig dazu, den „newpark“ an das überörtliche Verkehrsnetz anzubinden.
  2. Teile der Politik weigern sich bis heute, die Rechtsprechung zu akzeptieren. Bereits 1994 wurde gerichtlich festgestellt, dass die B474n nicht umweltverträglich sein kann.
  3. Die Trasse der B474n ist nicht fachlich, sondern politisch definiert worden und spießt wie auf einer Perlenkette sämtliche verbliebene Waldgebiete zwischen Datteln und Waltrop auf. Dabei verläuft die Trasse durch vier Naturschutzgebiete und streift drei weitere.
  4. Die B474 führt zu mehr Verkehr und führt diesen direkt an das FFH-Gebiet Lippeaue. Eine naturnahe Entwicklung der ohnehin schon stark belasteten Flusslandschaft (Trianel, Uniper, Rethmann, usw.) wird dadurch weiter konterkariert.
  5. Überlegungen zur Konzeptionierung eines Erholungsraumes in dem auch die Kanäle mit ihrem Freizeitwert eine Rolle spielen sollen, werden mit dem Bau der B474n und ihren Brückenbauwerken erheblich beeinträchtigt.

 

Fazit: Wer ernsthaft für Klima-, Natur- und Umweltschutz steht, kann keine Kompromisse eingehen und muss gegen die B474n sein.

Wanderung entlang der geplanten Trasse der B474n

Am 2. Mai 2021 fanden sich um 10.30 Uhr 5 Interessierte in der 

Bauernschaft Leveringhausen, nahe am Kanal, an einem verfallenen Bauernhof 

(Kapellenweg 21) ein, um einen Teil der geplanten Trasse der B474 zu erwandern. 

Wir machten uns in westlicher Richtung auf dem Kapellenweg auf den Weg und 

kamen bald rechts an der Schultenstraße (Nr. 12 und 10) vorbei, konnten die 

ehemalige Schule Leveringhausen I, die Laurentiuskapelle und den Hof Neugebauer 

sehen und folgten aber weiter dem Lauf des Kapellenwegs. Nach ungefähr einem 

Kilometer lag am Wegekreuz rechts im Hintergrund der Bauernhof Middeldorf 

(Viktorstr.20), an dem die Trasse der B474n direkt vorbeiführt.

Hier sprachen wir über die Dimensionen der geplanten Bundesstraße. Sie verläuft dort vierspurig in Hochlage durch bisher landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Die geplante Kronenbreite wird 20 m betragen und je nach Geländeprofil erreicht der Damm eine Höhe von etwa 10 Meter. Bei einer Hangabböschung von 1 zu 1,5 ergibt sich eine Basisbreite von 50 m. Frank und Jürgen stellten sich in entsprechendem Abstand auf und Michael machte ein Foto.

Dann bogen wir südlich in einen Feldweg ab und erreichten nach etwa 200 m den Teil der Trasse, der durch den Wald verläuft. Naturfreunde haben hier Kästen für Fledermäuse aufgehängt. Etliche seltene Vogelarten wie Schleiereule, Habicht und Bussard, Eisvogel und Lerche sind hier zu finden. 

Die Straße verläuft ab hier bis zum Kreuz der A45/A2 nur durch den Wald. Bald erreichten wir den Weg „Im Dicken Dören“ und danach den Groppenbach, der zugleich die Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel markiert. Von hier aus bis zum Autobahnkreuz sind es noch ca. 300 m, die auf Castroper Stadtgebiet verlaufen. Der nach den Kommunalwahlen 2020 geschlossene Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen beinhaltet die Ablehnung der B 474n. Nur ca. 100 m westlich der Kreuzung des Weges mit dem Groppenbach wird die Trasse den Wald zerschneiden. 

Wir unternahmen noch einen kurzen Abstecher bis zur Rittershofer Straße, um ein Schild anzusehen, das am Waldrand steht. Darauf ist ein Reh mit Kitz abgebildet und folgendes zu lesen: „Wildschutzzone – bitte nicht betreten“.

Der Rückweg führte dann über den Weg „Im Dicken Dören“ vorbei an der Pferdeklinik Michel bis zum Kanal. Kurz bevor man die Klinik erreicht, hat sich in einem tiefer liegenden Teil des Geländes ein kleiner Teich gebildet, an dem man etliche Wasservögel sehen kann. Der letzte Teil des Weges führte entlang des Kanals, der in diesem Teil auf hoher Böschung verläuft, bis zu unserem Ausgangspunkt.

Mit Rede- und Fotopausen dauerte die Runde etwa 2 Stunden.

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